Film & Medien

Hessen bietet eine vielfältige Film- und Medienlandschaft. Du interessierst Dich für Trickfilme? Oder doch lieber für ein großes Film-Festival? Hier gibt’s was zu sehen!

Cuba befindet sich im Wandel: Das Festival „Cuba im Film“ beschäftigt sich mit den Veränderungen im Land. Vom 2. bis zum 12. Juni findet bereits die 21. Auflage des Festivals statt. Neben aktuellen Filmen gibt es Konzerte, Lesungen, Tanz und Percussion. Die Veranstalter um das Dritte Welt Haus in Frankfurt sowie das Filmforum Höchst bieten ein stilistisch breites Spektrum und haben auch wieder ein spezielles Kurzfilmprogramm in das Festival integriert.

Fotokunst unter der Eisenbahnbrücke: Vom 28. Mai bis 6. Juni 2016 zeigen Mitglieder des Berufsverbandes Freie Fotografen und Filmgestalter (BFF) großformatige Fotografien unter der Eisenbahnbrücke Hanauer Landstraße/Ecke Eytelweinstraße (Nähe Ostbahnhof) Frankfurt/Main. Unner de Brigg eben, wie der Hesse sagt.

„Filmkollektiv Frankfurt - Projektionsraum für unterrepräsentierte Filmkultur e.V.“ nennt sich der Verein, den Louise Burkart, Felix Fischl, Svetlana Svyatskaya und Gary Vanisian 2013 gegründet haben. Der Name ist Programm, denn dass Quartett widmet sich weniger bekannten Filmemacherinnen und Filmemachern und ihren im Mainstream-Dschungel unter den Tisch gefallenen Werken. Zu Gast sind sie mit ihrem Filmprogramm in wechselnden Locations. Ob politisch, experimentell, erotisch oder alles zugleich – das Filmkollektiv ergänzt das Frankfurter Filmprogramm um ein heterogenes Spartenkino und schafft Raum für Diskussion.

Seit 2015 kümmert sich die HessenFilm und Medien GmbH um die künstlerischen und finanziellen Belange der lokalen Filmszene. Ihre Gründung ist eine Reaktion auf das Bedürfnis der Branche, diese beiden Aspekte in einer einzigen Anlaufstelle zu bündeln. Die GmbH verfolgt ehrgeizige Ziele: noch mehr Filme als bisher sollen in Hessen gedreht werden, noch mehr hessische Schauspieler und sonstige Kulturschaffende sollen vor und hinter der Kamera im heimischen Bundesland beschäftigt werden. Immerhin hat Hessen als Medienstandort so einiges zu bieten: kreative Produktionsfirmen, Postproduktionsfirmen mit dem modernsten Know-How und nicht zuletzt beeindruckende Locations.

 

Vom 20. bis zum 26. April 2016 gilt in Wiesbaden das Motto „goEast“: Bereits zum 16. Mal findet das Festival des mittel- und osteuropäischen Films statt. Insgesamt werden an den nächsten sieben Tagen über 100 Filme aus 25 verschiedenen Ländern gezeigt, dazu sind Oscar-Preisträger und Berlinale-Gewinner zu Gast. „goEast“-Festivalleiterin Gaby Babić spricht im Interview für das Kulturportal Hessen über die Vielseitigkeit der osteuropäischen Filmemacher, den Festival-Ehrengast Jiří Menzel und eine neu geschaffene „goEast“-Initiative.

And the Merck-Preis goes to...: Zum sechsten Mal wird am 22. April 2016 der Merck-Preis der Darmstädter Tage der Fotografie verliehen. Das Thema des diesjährigen Festivals (vom 22. bis 24. April) ist „Projektion – Fotografische Behauptungen“. Aus 34 Arbeiten, die das Rahmenprogramm der Tage der Fotografie bilden, wählte eine Jury die drei Finalisten-Werke von Alexander Gehring, Stephanie Gudra und Michel Le Belhomme aus.

 

So macht die Schule Spaß. Vom 7. bis zum 18. März 2016 finden wieder die SchulKinoWochen statt. Insgesamt gibt es für hessische Schüler mehr als 100 Filme in 80 Kinos im ganzen Bundesland zu sehen.

Bei den SchulKinoWochen gibt’s „Das kleine Gespenst“ zum Zehnten

Bei den diesjährigen SchulKinoWochen handelt es sich um die zehnten ihrer Art. Aus diesem Grund werden auch die Highlights der vergangenen zehn Jahre gezeigt, wie zum Beispiel „Das kleine Gespenst“, „Flussfahrt mit Huhn“ oder „Räuber Hotzenplotz“. Die Älteren kriegen neue und alte Klassiker wie „Billy Elliot – I Will Dance“, „Das Fenster zum Hof“ und „Das weiße Band – Eine deutsche Kindergeschichte“ zu sehen.

SchulKinoWochen: schauen und diskutieren

In diesem Rahmen soll viel diskutiert werden. Für Klassen, die tiefer in die Materie eintauchen möchten, gibt es verschiedene Workshops, Kino-Seminare und Filmgespräche. Bei letzteren können die Kids mit Filmpädagogen über den Inhalt, die Ästhetik oder die Herstellung des Streifens sprechen. Bei einigen Terminen sind sogar die Filmschaffenden selbst vor Ort und geben Rede und Antwort. Zugesagt haben unter anderem die Regisseurin Cornelia Grünberg (Film: „Achtzehn – Wagnis Leben“) sowie der Regisseur und Darsteller Tali Barde („For No Eyes Only“).

Licht und Schatten im Filmgeschäft und beim Schulkino Hessen

Als Schulklasse können die Schüler sogar selbst hinter der Kamera stehen. Gelegenheit dazu gibt es bei der Aktion „KinoTV – Kurzfilme ins richtige Licht gesetzt“. Unter dem diesjährigen Fokus-Thema „Kamera & Licht“ können Kinder und Jugendliche ihren eigenen Kurzfilm drehen und dabei so Allerlei über die Gestaltung mit Licht lernen. Unterstützt wird das Ganze von den hessischen Medienprojektzentren Offener Kanal (MOK) der LPR Hessen in Kassel, Gießen, Fulda und Offenbach in Kooperation mit dem Deutschen Filminstitut. Die regionalen Beiträge sollen unter anderem an den jeweiligen Standorten im Offenen Kanal ausgestrahlt werden.

Der Organisator der SchulKinoWochen ist übrigens die Vision Kino gGmbH – Netzwerk für Film- und Medienkompetenz. Das Ziel der gemeinnützigen Gesellschaft ist es, die Medien- und Filmkompetenz von Schülern zu stärken und zur Diskussion über anspruchsvolle Themen anzuregen.

Der Auftakt zu den 10. SchulKinoWochen ist am 7. März um 9:00 Uhr im Cinestar Metropolis in Frankfurt. Auf dem Programm steht ein brandaktueller, deutscher Film, der erst im März in die Kinos kommt: „Das Tagebuch der Anne Frank“. Im Anschluss gibt es die Möglichkeit, mit der Kamerafrau Bella Halben zu sprechen.

Die SchulKinoWochen gibt es in ganz Deutschland. Mehr über die Aktion erfährst Du auf der Webseite: www.visionkino.de

Autor: Sabine Philipp

Links:
Weitere Informationen und das komplette Programm für Hessen gibt es unter

www.schulkinowoche-hessen.de

Über den neuen Film „Das Tagebuch der Anne Frank“
https://www.facebook.com/tagebuch

Über „For No Eyes Only“
http://www.avalonfilm.de/for-no-eyes-only.html

Gute Laune garantiert: Das Programm der Rheingauer Filmnächte 2016 bietet mit fünf Komödien, zwei Musicalfilmen und einer Abschlussparty gute Unterhaltung. Los geht's am 18. Februar auf dem Weingut Barth in Eltville.

„Film ab“ heißt es in diesem Jahr wieder auf den Weingütern im Rheingau: Von Februar bis August gibt es im Rahmen der „Rheingauer Filmnächte 2016“ acht Vorführungen zu sehen. Zum Auftakt läuft am 18. Februar „Monsieur Claude und seine Töchter“ auf dem Weingut Barth. Das Finale der beliebten Filmreihe findet am 04. August mit einem Überraschungs-Kurzfilm, moderierter Weinprobe und Abschlussparty mit DJ auf dem Gelände des „Parkhotel Tillmanns“ in Eltville statt.

Französische und deutsche Komödien bei den Rheingauer Filmnächten

Auch in diesem Jahr haben die Verantwortlichen wieder ein heiteres Programm zusammengestellt: Zur Eröffnung kann das Publikum über die Vorurteile des französischen Herrn Claude gegenüber den Ehemännern seiner Töchter lachen. Eine Woche später, am 25. Februar, geht es munter weiter mit der deutschen Komödie „Frau Müller muss weg“. Der Film von Sönke Wortmann und mit Anke Engelke zeigt auf witzige Art und Weise, wie Eltern eine Lehrerin wegen der schlechten Noten ihrer Kinder absägen wollen. In dieser filmischen Parodie auf den Schulalltag wird schnell klar, wer die eigentlichen Probleme hat. Gezeigt wird „Frau Müller muss weg“ im Kino der Murnau Stiftung in Wiesbaden.

Die drei im Rahmen der „Rheingauer Filmnächte 2016“ folgenden Filme sind ebenfalls dem Genre der Komödie zuzuordnen: Am 17. März wird der deutsche Film „Wir sind die Neuen“ präsentiert, in der wir uns über die WG-Gründung einer 60-jährigen Biologin amüsieren. Am 14. April läuft dann der mehrfach ausgezeichnete Publikumsliebling „Ziemlich beste Freunde“. Der Komödien-Reigen schließt am 19. Mai mit „Wo ist Fred“: In diesem Film spielt Til Schweiger den Berliner Polier Fred Krüppers, der sich als Behinderter ausgibt, um einen handsignierten Basketball eines Spitzensportlers zu ergattern – dabei wird Krüppers unfreiwillig zum Star einer Image-Kampagne des Basketballvereins.

Rheingauer Filmnächte im Sommer: Kultfilme für Musical-Fans

Ehe das Finale der „Rheingauer Filmnächte 2016“ Anfang August bevorsteht, kommen Musicalfreunde noch auf ihre Kosten: Mit der legendären „Rocky Horror Picture Show“ und dem Kultfilm „Flashdance“ werden im Juli Erinnerungen an die Filmkunst und den Stil der 1970er- und 80er-Jahre wach.

Es muss nicht immer Popcorn sein: Zu allen Vorführungen, die vom besonderen Flair und dem Ambiente der urigen und architektonisch reizvollen Veranstaltungsorte leben, werden Wein und Brezeln gereicht. Der Preis für den Abend liegt bei 35 Euro (inklusive Weine, Wasser und einem Snack). Da die Plätze begrenzt sind, empfiehlt es sich, Karten im Vorverkauf zu sichern - jeweils bei den Veranstaltern des jeweiligen Abends.

Alle Termine der Rheingauer Filmnächte auf einen Blick:

18. Februar – im Weingut Barth: Monsieur Claude und seine Töchter
25. Februar – in der Murnau Stiftung: Frau Müller muss weg
17. März – im Weingut Allendorf: Wir sind die Neuen
14. April – im Weingut August Eser: Ziemlich beste Freunde
19. Mai – im Weingut Diefenhardt: Wo ist Fred?
1. Juli – im Weingut Toni Jost: Rocky Horror Picture Show
14. Juli – im Weingut Prinz von Hessen: Flashdance
04. August – Parkhotel Tillmanns: Überraschungs-Kurzfilm, Weinprobe und Abschlussparty

Autor: Nico Schwarze

Links:
http://www.rheingau.de
http://www.murnau-stiftung.de
http://www.vdp.de